Veganer Festtagsbraten mit Bratensauce
Für Gäste,  Hauptmahlzeiten,  Weihnachten

Veganer Festtagsbraten mit Bratensauce

Ein veganes Weihnachtsessen… Geht das überhaupt? Und wie? An Weihnachten ist man sich oft traditionelle Gerichte gewohnt: Jedes Jahr den gleichen festlichen Hauptgang, und nun mal in den allermeisten Fällen mit Fleisch. Da kann es schwierig sein, sich vorzustellen, wie das anders geht. Aber keine Sorge, ich bin bereits zur Stelle, um dir etwas Inspiration zur Abwechslung beim Weihnachtsessen zu geben! Hier also mein Weihnachtsgescheck an dich: ein herrlicher veganer Festtagsbraten a.k.a. veganes «Filet» im Blätterteig mit duftender Bratensauce!

Sofort zum Rezept

Egal, wie man dieses Gericht nennen will – Filet im Teig, Nussbraten, Blätterteigbraten… – es schmeckt jedenfalls hervorragend! Winterlich und gehaltvoll dank Maroni und Nüssen, duftend und voller Geschmack dank Kräutern und Gewürzen. Die Linsen sorgen schliesslich für eine robuste Konsistenz und für den nötigen Eiweiss 😉 😉

Eine vegane Bratensauce rundet das Ganze ab. Diese lässt sich ganz einfach zubereiten und bei Bedarf auch aufbewahren. Warum also tierische Produkte verwenden, wenn es auch ohne sie so einfach und vor allem so LECKER geht? Übrigens: der Braten und die Bratensauce sind 100%-ig Fleischesser-approved 😉

Ich serviere dieses vegane Festmahl gerne mit diesem winterlichen Salat. Zusammen bilden sie einen hervorragenden festlichen Hauptgang für das Weihnachtsessen. Für einen zusätzlichen weihnachtlichen Touch habe ich den Teig mit Sternchen dekoriert. Das ist komplett optional, aber macht das Ganze ja schon ein bisschen hübscher 🙂 Ohne Sternchen ist der Festtagsbraten übrigens auch für jeden anderen Tag im Jahr geeignet und schmeckt auch dann genauso gut! Viel Spass und En Guete!



Veganer Festtagsbraten mit Bratensauce
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Rezept: Veganer Festtagsbraten mit Bratensauce

Weihnachten hat noch nie so gut geschmeckt wie mit diesem veganen Festtagsbraten mit duftender Bratensauce. Das Rezept gibt's hier - natürlich vegan!

Ergibt: 4 Portionen (wenn mit Beilagen serviert; ansonsten 2 Portionen)

Mahlzeit Für Gäste, Hauptmahlzeiten, Weihnachten
Gesamtzeit 2 Stunden
Portionen 4 Portionen

Zutaten

Für den Braten im Teig:

  • 75 gr gefrorene geschälte Maroni
  • 65 gr grüne Linsen (ungekocht)
  • 125 gr Cashewkerne
  • ½ Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Karotte (ca. 75 gr)
  • 100 gr Knollensellerie
  • Etwas Olivenöl
  • 1-2 TL Paprikapulver
  • 2 TL Thymian (getrocknet oder frisch)
  • 2 TL Rosmarin (getrocknet oder frisch)
  • ½ TL Zimt
  • 50-100 ml Rotwein (oder Wasser; nach Belieben)
  • 3 EL Sojasauce
  • Blätterteig (rechteckig, ca. 25x42 cm, ca. 300 gr)
  • Pflanzliche Milch zum Bestreichen (ich verwende Hafermilch, die meisten anderen Sorten funktionieren aber genauso)

Für die Sauce:

  • ½ Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Etwas Olivenöl
  • 1 EL Tomatenpüree
  • 500 ml Gemüsebouillon
  • 4 EL Edelhefe (bekommt man in einem Bioladen / Reformhaus / Naturkostgeschäft)
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1 TL Thymian (getrocknet oder frisch)
  • ½ TL Rosmarin (getrocknet oder frisch)
  • 15 gr Maisstärke

Vorgehensweise

  1. Maroni aus dem Gefrierfach nehmen und auftauen lassen.
  2. Linsen (ohne Beigabe von Salz) gemäss Packungsangabe kochen. Dies sollte etwa 20 Minuten dauern.
  3. In der Zwischenzeit die Cashewkerne in einer Bratpfanne ohne Öl auf mittelhoher Hitze rösten. Danach aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.

  4. Die Zwiebel schälen und klein würfeln, die Knoblauchzehe schälen und mit einer Knoblauchpresse pressen. Hinweis: Für die Sauce werden später eine weitere Knoblauchzehe und ½ Zwiebel benötigt. Diese können jetzt bereits geschnitten werden.
  5. Karotte und Knollensellerie schälen und beide raspeln.
  6. Die abgekühlten Cashewnüsse in eine Küchenmaschine geben und mixen, sodass Stückchen entstehen. Nicht zu lange mixen! Herausnehmen und zur Seite stellen.
  7. Aufgetaute Maroni in ca. 5-8 mm grosse Würfel schneiden.
  8. Sobald die Linsen fertig sind, übriggebliebenes Wasser gegebenenfalls abgiessen und die Linsen in die Küchenmaschine geben. Mixen, bis eine krümelige Masse entsteht (aufhören, bevor sie zu einer Paste wird).
  9. Den Ofen auf 200°C (Umluft) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  10. Etwas Olivenöl in der Bratpfanne erhitzen. Auf mittelhohe Hitze einstellen und Zwiebel sowie Knoblauch hinzufügen. Kurz andünsten, dann die geraspelte Karotte und Knollensellerie beigeben und 3-5 Minuten unter Rühren weiter anbraten.

  11. Zerstückelte Cashewnüsse und geschnittene Maroni dazu geben, rühren, und auf niedriger Hitze kurz andünsten.

  12. Mit Paprikapulver, Thymian, Rosmarin und Zimt würzen. Mit Rotwein oder Wasser ablöschen.

  13. Sojasauce unterrühren. Danach die zerstückelten Linsen beigeben und gut rühren.

  14. Blätterteig auf dem Backblech auslegen. Einen dünnen Rand wegschneiden und daraus mit einem Ausstecher Sternchen ausstechen.

  15. Die Füllung aus der Pfanne in die Mitte des Teiges zu einem "Braten" formen. Dabei auf allen Seiten 5-10 cm freien Teig lassen.

  16. Den Teig längs zu falten, danach auch die Enden zusammenfalten. Den Braten mithilfe vom Backpapier drehen, damit die Verschlussstelle unten ist. Die Sternchen auf der Oberseite verteilen und vorsichtig andrücken.

  17. Den Teig mit pflanzlicher Milch bestreichen. Dann während 25-30 Minuten im Ofen backen, bis der Teig goldbraun ud knusprig ist.

  18. Während der Braten im Ofen ist, die Sauce zubereiten. Dazu Olivenöl in einem kleinen Topf erhitzen und geschnittene Zwiebel sowie gepressten Knoblauch hinzugeben. Unter Rühren ein paar Minuten andünsten.

  19. Tomatenpüree unterrühren und ca. 2-3 Minuten mitdünsten.

  20. Bouillon beigeben und aufkochen. Danach während 5 Minuten köcheln lassen.

  21. Edelhefe, Ahornsirup, Thymian und Rosmarin hinzufügen, rühren, und 5-10 Minuten weiter köcheln lassen.

  22. In einer Tasse die Maisstärke mit wenig kaltem Wasser gut verrühren und in die Sauce geben. Sofort gut rühren und unter Rühren weiter köcheln lassen, bis die Sauce eindickt (ca. 2 Minuten).

  23. Mit einem Stabmixer die Sauce pürieren und anschliessend durch ein Sieb geben.

  24. Die Sauce vor dem Servieren nochmals kurz aufkochen.

  25. Den Festtagsbraten aus dem Ofen nehmen, mit einem grossen Messer (z.B. Brotmesser) schneiden und zusammen mit der Sauce servieren.

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Ich freue mich, wenn du das Rezept ausprobierst und ich freue mich umso mehr, wenn du mir in einem Kommentar erzählst, wie dir der vegane Festtagsbraten gefallen hat. Du kannst mich auch auf Instagram taggen (@avobelle_food), denn ich sehe sehr gerne, was du gezaubert hast, und teile dein Bild auch!

Ich bin Annebelle und bei mir findest du tolle vegane Rezepte für jeden Anlass. Ob Health Food, Comfort Food, für den schnellen zNacht oder für ein ausgefallenes Diner für Gäste: Hier findest du alles, was dein Herz begehrt. Eins haben aber alle Rezepte gemeinsam: Sie lassen sich wunderbar in einer durchschnittlichen Küche mit gewöhnlichen, gut erhältlichen Zutaten zubereiten. Ach ja, und alle Rezepte sind nebenbei auch noch vegan. Schön bist du da – Ich hoffe, es gefällt dir!

10 Kommentare

  • Jessika

    Liebe Annebelle,

    vielen Dank für dieses tolle Rezept. Wir haben es gestern ausprobiert zum Testen für Weihnachten.
    Was soll ich sagen – der beste «Braten» den ich je zubereitet habe. Ich bin überzeugt, dass das Gericht auch bei meinen Eltern sehr gut ankommen wird.

    Eine Frage zur Zubereitung habe ich. Könnte ich den Braten auch vormittags komplett fertig machen und erst abends in den Ofen schieben? Oder wäre es besser, den Blätterteig erst kurz vor dem Backen zu verarbeiten, damit die Füllung den Teig nicht aufweicht?

    Viele Grüße
    Jessika

    • Annebelle

      Liebe Jessika, herzlichen Dank, das freut mich total! 🙂 Ich würde die Füllung bereits vorbereiten (kannst du z.B. auch bereits am Vortag machen), und erst direkt vor dem Backen in den Blätterteig falten. Das geht ja ganz schnell 🙂 Sonst wird die Füllung den Teig vermutlich zu sehr aufweichen, wie du schreibst. Lasst es euch schmecken und liebe Grüsse! Annebelle

    • Lisa

      Hallo, das Rezept klingt einfach toll und ich werde es an heilig Abend für meine Familie kochen.. eine Frage habe ich allerdings,könnte ich auch rote linsen oder auch andere linsen nehmen. Ich habe jezzt beim Einkaufen keine grünen bekommen.
      Liebe Grüße Lisa

      • Annebelle

        Liebe Lisa, das freut mich! Ja, es funktioniert auch mit roten Linsen super 🙂 Die muss man üblicherweise aber etwas kürzer kochen (beachte einfach die Packungsangabe). Viel Spass 🙂

        • Lisa

          Hallo Annebelle,
          Vielen lieben dank für das tolle Rezept ❤
          Meine Schwiegermutter hatte dann doch noch grüne linsen 😉
          Mir hat es sehr gut geschmeckt und meine 2 nicht veganen Gästen waren auchsejr begeistert von dem leckeren braten. Vor allem zusammen mit der Soße, die ist wirklich der Hammer..
          Vielen Dank dafür ❤

  • Mariella

    Meine gesamte Verwandtschaft wurde zu Weihnachten mit dem veganen Filet überrascht. Es hat allen supergut geschmeckt. Es ist eine grosse Arbeit, aber es lohnt sich! Und die Bratensauce dazu ist sowas von lecker! Vielen Dank 🙂

    • Annebelle

      Liebe Mariella! Danke für dein Feedback und deine Bewertung. Ich freue mich sehr, dass es euch so gut geschmeckt hat 🙂 Stimmt, man steht für das Filet schon eine Weile in der Küche. Aber für ein festliches Weihnachtsmenü macht man das doch gerne mal. Liebe Grüsse!

      • Sylwia

        Sooooo fein! Mein Mann ist seit Kurzem vegan unterwegs und war total happy mit diesem Gericht! Allerdings war‘s von der Menge her für 4 Erwachsene zu wenig, weshalb ich zusätzlich noch Kartoffelstock und Coleslaw aufgetischt habe. War alles weg ?

        • Annebelle

          Liebe Sylwia, vielen lieben Dank für dein Feedback und deine erfreuliche Bewertung 🙂 Super zu hören, dass es euch so gut geschmeckt hat. Stimmt, du hast komplett Recht, als Hauptmahlzeit werden 4 Erwachsene definitiv nicht satt! Das werde ich gleich korrigieren. Wir essen das «Filet im Teig» normalerweise zu zweit auf, wenn’s keine Beilagen gibt. Liebe Grüsse! 🙂

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